Mal wieder erreichte uns ein Erfahrungsbericht, den wir mit freundlicher Genehmigung des Verfassers anonym veröffentlichen dürfen. Wir können gut nachvollziehen, dass Betroffene nach belastenden Erfahrungen mit einem mangelhaften Wohnmobil oder Wohnwagen zeitweise Abstand von dem Thema gewinnen möchten.
Viele Käufer investieren einen erheblichen Teil ihrer Ersparnisse in ein solches Fahrzeug. Umso belastender kann es sein, wenn anschließend Mängel auftreten und Werkstattaufenthalte, Auseinandersetzungen mit dem Händler, Sachverständigengutachten oder sogar gerichtliche Verfahren erforderlich werden.
Abstand nehmen vom Kauf eines Knaus Tabbert Produktes
In den Kommentaren auf dieser Webseite berichten zahlreiche Leser von ihren Erfahrungen mit Fahrzeugen der Marken Knaus, Weinsberg und Tabbert. Einige sprechen ausdrücklich davon, dass sie von einem Kauf dieser Marken abraten. Andere teilen mit, dass die auf dieser Webseite veröffentlichten Erfahrungsberichte und Diskussionen ihre Kaufentscheidung beeinflusst haben und sie sich letztlich für ein anderes Fahrzeug oder einen anderen Hersteller entschieden haben. Diese Rückmeldungen geben die persönlichen Einschätzungen und Entscheidungen der jeweiligen Nutzer wieder.
Hinweis: Der nachfolgende Bericht gibt die Erfahrungen eines Fahrzeughalters wieder. Die darin geschilderten Mängel, Ursachen und technischen Zusammenhänge werden von uns nicht überprüft.
Erfahrungsbericht: Neukauf eines Knaus Wohnmobils
Danke für die Aufklärung
Vorab wir standen kurz vor dem Neukauf eines Knaus / MAN. Dank dieser Beiträge werden wir Abstand nehmen von einem Kauf, weil wir auch eine Horror Vorgeschichte hatten.
Im Okt 19 kauften wir einen Fiat Ducato 140 Ps mit einem Deutschen Aufbau. Es war wohl der erste mit Euro 6d Temp. Innerhalb der ersten 6.000 km sind wir dreimal in den Notlauf gekommen, das heißt vollbeladen maximal 60 km/h. Man fährt auch keinen Berg mehr hoch. Unter anderem nachts auf der Autobahn in Frankreich bei Regen .Es ging immer die Motorkontrollleuchte an.
Die erste Werkstatt simulierte am PC mit ca. 3.000 Umdrehungen das Freibrennen des Kats. Das hielt 450 km. Dann dasselbe wieder. Jetzt wurde ein neuer Sensor eingebaut, das hielt 150 km . Nun nahm man Kontakt mit Fiat in Italien auf, die sagten, “alles neu, Kat, SCR, alle Sensoren ,Auspuffanlage“.
In der Coronazeit sollte ich ca. 2 Monate auf Ersatzteile warten. Nur mit Hilfe eines sehr bekannten Fernsehsenders konnten die Ersatzteile innerhalb 8 Tagen beschafft werden. Ich habe das Fahrzeug mehrmals besucht in der Zeit. Es hat mir in der Seele wehgetan wie ein neues Fahrzeug auseinander gebaut wird. Davon habe ich mich nicht mehr erholt, hatte Angst ins Ausland zu fahren.
Dann als der Fiat lief, fing der Aufbau an unter anderem Wassereintritt, Fenster gingen nicht zu, Wasserhähne mussten neu gemacht werden, Anzeigen am Paneel gingen nicht mehr, Wasseraustritt am Frischwassertank durch den Deckel, Aufbautür ging bei Sonneneinstrahlung nicht zu. TV Schüssel ging beim Anfahren von alleine hoch. Zum Glück nur beim unmittelbaren Starten.
Das Schlimmste aber war tatsächlich das man wie ein Depp in den Werkstätten behandelt wird. Unsere Wartezeiten waren 4 bis 8 Wochen, selbst bei massiven Schäden. Wir warten ab wie die Lage sich entwickelt. Die Monteure sagen ja meistens unter 4 Augen die Wahrheit. Wir schaffen es nicht mehr!
Ja, das stimmt. Unter vier Augen kann man ganz erstaunliche Erlebnisberichte von den „Monteuren“ erfahren.
Wer ähnliche oder auch andere Erfahrungen mit einem Knaus- oder Weinsberg-Wohnmobil gemacht hat, kann diese gerne in den Kommentaren teilen.
