Mehrere dokumentierte Erfahrungsberichte und Gerichtsverfahren beschäftigen sich mit Undichtigkeiten im Unterbodenbereich einzelner Knaus- und Weinsberg-Wohnmobile bei Regenfahrten. Dieser Mangel kann weder in einer Waschanlage noch mit einem Wasserschlauch überprüft werden. Hierzu ist eine Fahrt bei Regen auf nasser Fahrbahn erforderlich. Dabei wirken ganz andere Kräfte auf das Wohnmobil.
Der grosse Ärger mit einem undichten Wohnmobil
Viele wissen das nicht und wundern sich über Feuchtigkeit oder Schimmel in ihrem neu erworbenen KNAUS oder WEINSBERG Wohnmobil. Dann tauchen plötzlich feuchte Stellen in den Staufächern und Heckgaragen auf. In manchen Fällen ist die Feuchtigkeit bzw. das Wasser bereits in die Wände gezogen und es entstehen Flecken. An manchen Stellen entstehen Stockflecken und Schimmel, oder es bilden sich nadelstichartige Blasen an den Wänden. In den Kommentaren und Erfahrungsberichten auf dieser Plattform wurden zahlreiche entsprechende Fälle geschildert.
Immer wieder der gleiche Vorwurf: Fehlgebrauch
Nach Angaben verschiedener betroffener Fahrzeughalter wurden Feuchtigkeitsschäden teilweise auf Lüftungs-, Heizungs- oder Bedienungsverhalten zurückgeführt. Betroffene schildern diese Situation häufig als äußerst ärgerlich, insbesondere wenn sie davon überzeugt sind, dass die Ursache konstruktionsbedingt und nicht auf ihr eigenes Nutzungsverhalten zurückzuführen ist. Aus Sicht zahlreicher Betroffener sind dadurch erhebliche finanzielle und persönliche Belastungen entstanden. Mehrere Fälle wurden nach unserer Kenntnis gerichtlich ausgetragen.
Warum treten ähnliche Konflikte immer wieder auf?
Herhalten muss immer der Knaus-Tabbert-Vertragshändler, der diese Fehler nicht verursacht hat, aber dennoch in der Gewährleistungspflicht steht. Der Wohnmobilkäufer ist regelmäßig gezwungen, seine Gewährleistungsrechte gegenüber dem Vertragshändler geltend zu machen und notfalls rechtliche Schritte gegen diesen einleiten, obwohl dieser die Mängel nicht verursacht hat.
Und hier entstehen weitere Konflikte und schwierige Situationen. Während einige Knaus-Händler mit den gravierenden Mängeln der Knaus-Wohnmobile besser umgehen können, sind andere nach unserem Eindruck an ihre Grenzen geraten. Nach Auffassung verschiedener Betroffener werden die Ursachen der Mängel teilweise dem Nutzungsverhalten der Käufer zugeschrieben.
Es steckt ein Fehler im System
Derjenige, der die Fehler produziert (Knaus Tabbert) wird selten direkt vom Endverbraucher mit der Mangelhaftigkeit seiner Wohnmobile konfrontiert. Dadurch besteht aus Sicht der Autoren die Gefahr, dass Rückmeldungen der Endkunden den Hersteller nur mittelbar erreichen. Dadurch entsteht eine große Distanz zwischen Hersteller und Endverbraucher.
Wenn es dem Vertragshändler trotz mehrerer Nachbesserungsversuche nicht gelingt oder aus Sicht des Käufers keine zufriedenstellende Lösung erreicht wird, die von Knaus Tabbert produzierten Mängel oder Konstruktionsfehler im Rahmen der Nacherfüllung (bei Wohnmobilen meist eine Nachbesserung) zu beheben, bleibt oft nur der Rechtsweg.
Rechtliche Schritte und der Gang vor das Gericht
Das ist ein Weg, den die meisten Wohnmobilkäufer eigentlich nicht gehen wollen. Schließlich dient der Kauf eines Wohnmobils doch dazu, Freude zu erleben und nicht Ärger, Stress und Streit.
Der erste allerwichtigste Schritt für den Wohnmobil-Käufer
Wenn ein Käufer Mängel an seinem neu gekauften Wohnmobil feststellt, ist ein besonders wichtiger Schritt den er unternehmen muss, den Mangel dem Vertragshändler zu melden und eine angemessene Frist zur Beseitigung zu setzen.
Genau das haben die meisten Wohnmobilkäufer bei ihrem ersten Werkstatttermin nicht gemacht: Sie haben keine Frist zur Nachbesserung gesetzt. Stattdessen wurde ein Termin in der Vertragswerkstatt vereinbart, die den beanstandeten Mangel beseitigen soll.
Nach unserer Auffassung eine bloße Terminvereinbarung häufig nicht dazu, dass strukturelle Qualitätsprobleme nachhaltig gelöst werden. Die wirtschaftlichen Folgen von Gewährleistungsfällen sollten stärker dort ankommen, wo die Ursachen der Mängel liegen.
Das bedeutet: Wenn jeder Wohnmobilkäufer seinem Händler sofort eine Frist zur Beseitigung der Mängel setzen würde, statt zwei bis sechs Monate auf einen Werkstatttermin zu warten, gerät der Händler selbst unter Druck. Irgendwann muss sich der Knaus-Tabbert-Händler dann endlich entscheiden, ob er die Produkte der Knaus Tabbert GmbH tatsächlich noch verkaufen möchte, wenn die Zahl der Gewährleistungsfälle dauerhaft hoch bleibt.
Zwei Punkte könnten die doch recht zahlreichen Mängel in der Wohnmobil-Branche langsam reduzieren:
- Wohnmobilkäufer sollten bei erheblichen Mängeln frühzeitig prüfen, ob neben der Werkstattterminvereinbarung auch eine formelle Fristsetzung zur Nacherfüllung sinnvoll ist.
- Dadurch können Gewährleistungsfälle für Händler wirtschaftlich relevanter werden und langfristig Anreize schaffen, Qualitätsprobleme gegenüber dem Hersteller deutlicher anzusprechen.

Wir haben uns im Dezember 2020 einen Knaus Van TI 650 MEG gekauft. Durch Zufall durften wir uns das Wohnmobil von oben anschauen und stellten über der Beifahrerseite zum Heck einen Klebhaufen fest. Diesen Mangel habe ich angezeigt. Die Reaktion eines Sachbearbeiters dazu“ das liegt nicht im Sichtbereich, einfach ausbessern“ an den Händlern.
Auch auf meine mehrmalige Intension, dass ich ein Neufahrzeug gekauft habe, bekomme ich wirklich nur blöde Antworten.
Jetzt habe ich an die Geschäftsführung von KnausTabbert geschrieben und Bilder und meine Mangelanzeige erneuert. Wenn sich wieder nur dumm geäußert wird, gehe ich den Rechtsweg. Gestern habe ich einen neuen Mangel festgestellt. An der Heckgarage kommt Kleber aus den Seitenleisten.
Wenn ich das hier so lese, dann muss ich wohl sofort den Rechtsweg einschlagen, denn ich gebe nicht soviel Geld für eine Sonderedition aus, um Schrott zu erhalten.
Hallo Her oder Frau Braun,
ich kann Ihnen nur raten, sofort tätig zu werden. Natürlich: ich habe die Rechtschutzversicherung vom ADAC. Dankbar bin ich, dass sie es durchgekämpft hatten, dass im Februar, genauer am 26.02.2021 die marode Karre, hergestellt von Knaus, verkauft als Haldenahrzeug von der Fa. Pfisterer/Sinzing, letztlich zurückgenommen werden musste. Und das nach fasst 3 1/2 Jahren. Allerdings hat das mich, 3 Jahre Ärger, Nerven und gott sei dank gerade mal 3900 €uro gekostet. ICH RATE JEDEM WOHNMOBILBESITZER: Rechtschutzversicherung und bei Mängel, bitte auch danach suchen, ihr werdet finden: IMMER BILDER UND IMMER SCHRIFTLICH AN DEN HÄNDLER MIT EINSCHREIBEN RÜCKANTWORT UND NATÜRLICH FRIST! Sonst nützt das alles nichts. Ich für mich: WARNE DAVOR; KNAUS ZU VERTRAUEN. Sie pfeifen auf den Kunden…………………….wenn gekauft, dann weg aus allen Sinnen. Das ist eine tolle Aktionärsbrut!
Nachdem Knaus jetzt geschrieben hat und der Meinung ist, es muss so sein und noch Gerichtsurteile beigelegt hat zur Abschreckung, habe ich morgen den 1. telef. Anwaltstermin. Unterlagen habe ich Ihm zukommen lassen. Ich glaube ich bin im falschen Film. Wenn ich ein Neufahrzeug kaufe,dann sollte er keinen Schandfleck haben, egal wo am Fahrzeug. Ab morgen, darf der Anwalt seine Arbeit tun. Es ist schon komisch, dass Firmen schludern dürfen und der Kunde dann so frech abgespeist wird. Die Firma sollte sich schämen.
Hallo, jetzt ist der Anwalt tätig geworden und die Reparatur folgt. Aber mit meiner Frage nach einem Vergleichsbild zu einem Knaus Van Ti650 MEG von einem Dach bin ich keinen Schritt weiter. Im Netz findet sich kein Foto. Vielleicht kennt ja jemand jemanden der ein solches Modell besitzt und darf vom Dach ein Foto machen. Denn es wird weiterhin behauptet, dass es so sein muss, was ich wiederum nicht glaube. Wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte.
Hallo, wie ist die Angelegenheit denn damals ausgegangen und wie zufrieden waren Sie mit der Alde Heizung?
Hallo Herr Eckstein,
habe auch einen Knaus vom gleichen Händler, würde gerne mit Ihnen zwecks Erfahrungsaustausch in Kontakt treten.
MfG
E.Schultes
Aus dem Tagebuch eines Taugenichts
(Reisebericht frei nach J.W.v. Goethe)
Der KNAUS VAN TI PLUS auf MAN TGE Basis, Erstzulassung 05/2020.
Besonderheiten: Allrad, Automaticgetriebe, ALDE Warmwasserheizng, sämtlicher elektron. „Schnickschnack“ eingebaut wie „Spurhalteassistent“, „Tempomat mit Brems-Selbst-Wirkung und Verkehrschilderkennung“, sellbsttätiges Auf-/Abblendlicht (LED) etc. pp., was bei modernen PKWs im „oberen Bereich“ angesiedelt ist.
Mein MAN hat’s, er stand im Februar 2020 zum „Sofort-Kaufen“ auf dem Hof eines KNAUS-Händlers … und eins vorweg: Der MAN fährt sich himmlisch!
Wo der Himmel aber seine Grenzen hat, zeigt Knaus (wir hatten vorher schon Eriba, Hobby, Fendt.)
Das Fahrzeug war, seit ich es im Besitz habe, gefühlte 4 Monate nur in der Werkstatt / versch. KNAUS-Werkstätten.
Zunächst begannen die Mängel recht „profan“:
Schon bei der Auslieferung dachte ich, ich hätte das KNAUS-Schwalbennest mit auf der Zubehörliste: Über mir, hinter mir, unortbar überall knistert und piepst es, als ob Vogelnester eingebaut wären. — Übrigens: Bis zum heutigen Tage! Trotz aller Werkstattaufenthalte.) Und das nicht nur, wenn Unebenheiten auf der Straße vorhanden sind, sondern auch auf ganz neuen, asphaltberuhigten Autobahnstrecken.
Diese „Höreindrücke“ würde ich heute sogar als nicht so sehr Freude-am-Fahren-mindernd bewerten, wenn es nicht ein Steuerpanel über der Eingangstüre gäbe, das mir nicht nur Alpträume bereitet, sondern auch bestimmt Jahre meines Lebens kostet.
Hier nun aber im Detail:
So, ich habe fertig. Fertig für heute. Aber jedem Abend steht ein neuer Morgen bevor. Schau ma mal, dann seng ma’s scho…
Hallo, das ist ein sehr interessanter Bericht und viele Fehler sind bei uns auch aufgetreten. Die Schublade habe ich letztes Jahr selber repariert und die Elektrik fast komplett ausgetauscht gegen funktionierende Komponenten beim Montieren der Solaranlage. Von November 20 bis Februar 21 stand das WOMO bei MAN im Trockenen, nach vielem hin und her gab es einen kompletten neuen Motor. MAN hat dann großzügig 1.000, – – € für den Ausfall gezahlt. Im Mai hatten wir dann auch Wassereinbruch an der Frontscheibe, genau wie bei Euch. Das würde dann bei MAN abgestellt. Jetzt sind nur noch zwei Stellen am WOMO Undicht, die ich provisorisch mit Klebeband abgedichtet habe. Termin für die Reparatur ist Ende August, bei einem neuen Knaus Händler in der Nähe, der Verkäufer ist 450 km entfernt und der andere Händler in der Nähe repariert angeblich keine Undichtigkeiten. Das Abenteuer Knaus geht weiter. Grüße Peter und Jutta Neuhaus